KW 25: Brandanschläge gegen Anlagen der Bahn, 335.000 Euro für Spielplatzsanierungen, die unendliche Geschichte der Tangentialverbindung Ost

0

Liebe Leser, es scheint, als sei die Bahn Opfer einer groß angelegten Sabotage-Aktion geworden. Deutschlandweit kam es heute, am 19. Juni zu Kabelbränden bahneigener Anlagen, Zugausfälle und Verspätungen waren die Folge. Erste Vermutungen werden laut, dass die Anschläge mit Protestbewegungen gegen den kommenden G20-Gipfel in Zusammenhang stehen könnten. Außerdem:  Bezirksbürgermeister Oliver Igel hält nicht viel von den Umweltplänen des Senats bezüglich des Müggelsees und stellt sich hinter die Bootsbesitzer und Wassersportvereine. Viel Spaß beim Lesen!

\ TREPTOW-KÖPENICK AKTUELL /

Sabotage? Verspätungen und Zugausfälle nach Brand nahe S-Bahnhof Treptower Park. Am Montagmorgen sind bei dem Brand die Stromkabel der S-Bahn beschädigt worden. Die Polizei rund um den Bahnhof, denn es liegt die Vermutung nahe, dass es der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Nach Angaben des Polizeisprechers hatte eine Aufsicht am Morgen gegen 3.30 Uhr eine starke Rauchentwicklung zwischen den S-Bahnhöfen Treptower Park und Sonnenallee bemerkt und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Der Rauch kam aus einem Kabelschacht neben den Gleisen. Bundesweit gab es am Montagmorgen ähnliche Vorfälle – das legt den Verdacht nahe, dass es sich um eine konzertierte Aktion handelt. Möglicherweise stehen die Anschläge im Zusammenhang mit dem G20-Treffen der Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg.   tagesspiegel.de

335.000 Euro für Spielplatzsanierungsprogramm. Die Pflege und Wartung von Spielplätzen mit insgesamt rund 237.000 Quadratmetern Fläche lässt sich der Bezirk einiges kosten. Aus dem Spielplatzsanierungsprogramm des Senats gibt es in diesem Jahr 4,2 Millionen Euro, auf Treptow-Köpenick entfallen davon 335.000 Euro. „Davon werden vier Plätze saniert. Der jetzt begonnene in der Kiefholzstraße 235, dann der nahe Piratenspielplatz in der Kiefholzstraße 207 sowie die Spielplätze an der Dahmestraße in Grünau und in der Rehfeldstraße in Karolinenhof“, berichtet Olga Toepfer, Spielplatzinspektorin des Bezirksamts. berliner-woche.de

Umweltpläne am Müggelsee: Bürgermeister Igel stichelt gegen Naturschutz. Die Umweltpläne des Senats für den Müggelsee stoßen im Bezirk Treptow-Köpenick auf starken Widerstand. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) stellt sich auf die Seite der Bootsbesitzer und Wassersportvereine, die gegen die geplanten Naturschutzzonen protestiert hatten. Wie zuvor die Demonstranten wendet sich Igel gegen Sperrgebiete an weiten Teilen des Ufers, für die Anlegestellen, Bootshäuser und Vereinsheime weichen müssten. berliner-zeitung.de

Ausgezeichnet: Touristinformation in Berlin-Köpenick. Der Deutschen Tourismusverband (DTV) hat der hiesigen Touristeninformation ein begehrtes Siegel verliehen: Ein weißes „I“ auf rotem Grund. berlin.de
Termine der Bürgersprechstunde. berlin.de
Modularbauten für Geflüchtete nicht gleichmäßig in der Stadt verteilt. 19 und damit mehr als die Hälfte der Häuser werden in den Bezirken Pankow (sechs), Treptow-Köpenick (fünf), Marzahn-Hellersdorf (vier) und Lichtenberg (vier) gebaut. morgenpost.de

Mord in Müggelheim: Prozess erneut verschoben. Ein Schöffe war zu kurzfristig ernannt worden, das Gericht gab der Verteidigung eine Woche Zeit zu Überprüfung des Schöffen. Der Prozess war schon am 19. Mai verschoben worden, da die Gerichtsladung nicht beim Angeklagten in der Untersuchungshaft angekommen war. Der Angeklagte soll  am 21. November 2016 gegen 8 Uhr das Haus seiner zukünftigen Schwiegermutter Marita K. (66) im Geinsheimer Weg nach Stehlenswertem durchsucht und die Frau ermordet haben, als sie unverhofft nach Hause kam. Im Januar  2013 soll er auch schon seine damalige Ehefrau Ina M. ermordet haben. bz-berlin.de

Nächtlicher Spaziergang durch Überfall gestört. Eine 30-Jährige, die Freitagnacht, 2:15 Uhr im Treptower Park spazieren ging, wurde Opfer eines Raubüberfalls. Zwei Unbekannte zerrten von hinten an ihrer Umhängetasche. Der Frau gelang es, sich loszureißen, die beiden Männer folgten ihr jedoch und schlugen mit Knüppeln oder Ästen auf sie ein. Die Frau ging zu Boden und die Männer entrissen ihr die Tasche, mit der sie dann in Richtung sowjetisches Ehrenmahl flüchteten. berlin.de/polizei

Tangentialverbindung Ost: Eine „unendliche Geschichte“.  Schon in den 1930er-Jahren hatten die Stadtplaner die Idee, im Osten Berlins eine leistungsfähige Nord-Süd-Straßenverbindung zu schaffen. Als Tangentialverbindung Ost (TVO) geistert das Projekt seitdem immer wieder durch die Diskussionen. Und es dauert und dauert. Inzwischen spricht der Senat von einem Baubeginn nicht vor Ende 2020. Im Jahr 2009 setzte sich zum Beispiel die Industrie- und Handelskammer vehement für die Straßenverbindung zwischen Marzahn und Köpenick ein – nicht zum ersten Mal. Das Fehlen einer solchen Verbindung sei ein Standortnachteil, mahnten Unternehmer aus Berlins Osten. Ein Baubeginn 2015 sei „eigentlich zu spät“, sagte seinerzeit der Chef der Firma Knorr Bremse.  morgenpost.de

\ SPORT /

Bau eines Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage Neue Krugallee 219. Das vorhandene Fußballfeld ist gegenwärtig ein Hartplatz. Die Unfallgefahr für die Sportlerinnen und Sportler ist hier besonders hoch. Der Platz genügt den heutigen Anforderungen und den Standards des DFBs nicht mehr. Er soll für den Trainings- und Wettkampfbetrieb fit gemacht werden. Eine zu installierende Flutlichtanlage wird es möglich machen, dass der Platz auch in der dunklen Jahreszeit bespielbar ist. Durch den Kunstrasenplatz wird die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Platz das ganze Jahr über genutzt werden kann. Gegenwärtig nutzen fünf Vereine die Sportanlage. Nach Fertigstellung des Kunstrasenplatzes wird der Verein SV Treptow 46 e.V. seine Nutzung erheblich ausweiten. berlin.de

\ STADTLEBEN /

Die Rettungsschwimmer vom Seddinsee. Die B.Z. lies sich vom neuen „Baywatch“-Film inspirieren und besuchte die echte Rettungstruppe in Köpenick: „Tom Hammerschmidt (20) steht mit Fernglas am Steg, behält die Wasseroberfläche im Auge. Mit seinen Kollegen kümmert er sich nicht nur um die Sicherheit von Badegästen. Sondern auch von Seglern und anderen Freizeitkapitänen. „Heute ist ein sehr entspannter Morgen“, sagt Tom. Hinter ihm dümpelt das wichtigste Transportmittel in den Wellen. Kein Jetski. Ein 60 Jahre altes Rettungsboot mit 200-PS-Turbodiesel-Motor. Das ist Baywatch Berlin!“ bz-berlin.de

VorgestelltA: Möbelunternehmen System 180. Regale, Bürotafeln, Treppen, Dachkonstruktionen, Kuppeln – die unterschiedlichen Produkte der Berliner Firma System 180 basieren letztlich alle auf dem gleichen Prinzip. Es funktioniert ähnlich wie Lego, nur dass sie in Adlershof Stahl statt Plastik verwenden: Rohre in verschiedenen Längen werden mit dem immer gleichen Mechanismus zusammengefügt, und am Ende entstehen formschöne Möbel und ganze Bauwerke daraus. tagesspiegel.desystem180.com

Vormerken: Der Juli im Ratz-Fatz. Theater, Musik, Lesungen und natürlich Kaffe und Kuchen. Das gibt es alles im Kulturzentrum Schöneweide. Am 8. und 9. Juli sind außerdem Theatertage. Das ganze Programm finden Sie hier: berlin.de

Alternative-Hip-Hop: Why? Die Grenz-Musiker stellen ihr neues Album „Moh Lhean“ vor. Dienstag, 20. Juni, 19 Uhr, Festsaal Kreuzberg. facebook.com/events
Theater – Uraufführung:  Die Töchter der Blanchéts an der Jungfernbrücke. 
Die Theatergruppe Oberspree bringt ein Stück von Bernhard Bluey auf die Bühne. Samstag, 24. Juni, 18 Uhr im Ratz Fatz. ratz-fatz.kulturfenster-berlin.de
Die Lange Nacht der Wissenschaften. In Berlin und Potsdam bieten über 70 Einrichtungen sonst kaum mögliche Einblicke. Im Bezirk sind vier Standorte dabei. Hier gibt es 285 Veranstaltungen, mit dabei sind der Wissenschaftsstandort Adlershof, die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Oberschöneweide, das Späth-Arboretum und die Archenhold-Sternwarte. Samstag, 24. Juni. berliner-woche.de

Outro. Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf treptow-koepenick-journal.de erledigen.

Es ist völlig inakzeptabel, dass Eltern wochenlang auf Geld warten müssen, das ihnen zusteht.
Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) zur Situation vieler Eltern, die auf das Elterngeld warten. In Treptow-Köpenick beträgt die Bearbeitungszeit für das Elterngeld derzeit acht Wochen, „Tendenz steigend“, wie Jugendstadtrat Gernot Klemm (Linke) mitteilt.
tagesspiegel.de

Kommentar verfassen